Bikepacking Marokko
Auf den Spuren der Karawanen
1700 KILOMETER,
72 TAGE, 4 Gebirge.
„Young Adventurers: Bikepacking Marokko – Auf den Spuren der Karawanen“ erzählt eine Reise im Rhythmus einer schönen, aber auch unbarmherzigen Landschaft – nah dran am Leben der Nomaden, für die Bewegung seit jeher Heimat bedeutet. Der Film erinnert daran, dass Wüsten und Berge keine Trennlinien ziehen, sondern Menschen miteinander verbinden. Und dass diejenigen, die sich ins Ungewisse wagen, unterwegs weit mehr finden als nur ihren Weg.
„Sehr anstrengend, durch den lockeren Sand durchzuschieben“, flucht Raphael in der sengenden Mittagshitze. „Wir sind jetzt sechzehn Kilometer gefahren, in fünf Stunden – das ist nichts. So kommen wir hier nie durch mit unseren Wasserreserven“, verzweifelt sein Reisepartner Anselm. Die Räder stecken tief im feinen Sand der Wüste Erg Chegaga fest. Der Trip droht, direkt auf der ersten Etappe zu scheitern. In diesem Moment erinnern sie die Worte, die ihnen Hassan – ihre letzte Begegnung vor den Dünen – mit auf den Weg gegeben hat: „Geduld und Humor sind zwei Kamele, mit denen man jede Wüste durchqueren kann.“
In der neuen Folge der NDR-Reihe „Young Adventurers“ brechen Anselm Pahnke und Raphael Bitsos zu einer außergewöhnlichen Reise auf: Vom südlichsten Zipfel Marokkos führt ihre Route vorbei an M'Hamid über das entlegene Imilchil im Hohen Atlas bis in die Königsstadt Fès. Sie folgen den historischen Routen der Handelskarawanen, die einst Oasen, Gebirge und Städte miteinander verbanden. Mit voll bepackten Fahrrädern erleben Sie hautnah das Land und die Menschen in Marokko. Um sich unterwegs verständigen zu können, lernen sie vorab Grundlagen in Tamazight – der Sprache der indigenen Amazigh.
Doch die alten Karawanenpfade verlangen den Bikepackern alles ab. Im Atlasgebirge bringt ein heftiger Sandsturm das Duo an seine Grenzen. Wenn Erschöpfung und Kälte an den Kräften zehren, hilft neben heißem Kaffee und Notfallschokolade vor allem eines: „Harter Stein, kalter Fluss, eine warme Schulter vom guten Freund – ja, da trägt die Seele weiter“, singen sie zur Ukulele, bevor sie ihre bepackten Räder über die steilen Stufen und Schotterwege aus der engen M'gouna-Schlucht manövrieren müssen.
Neben der rauen Natur prägen immer wieder bewegende Begegnungen die Reise: das gemeinsame Fastenbrechen im Ramadan, Gespräche mit Nomaden wie Ahmed über den inneren Frieden in der Wüste oder mit Mohamed, der seine Tätowierungen als Symbol der Freiheit trägt: „Ich verteidige die Freiheit, deshalb habe ich sie mir auch auf die Haut tätowieren lassen.“ In Fès schließt sich der Kreis beim Treffen mit der Radreisenden Maghy, die als Vorbild viele Frauen inspiriert, selbst aufs Rad zu steigen.
„Young Adventurers: Bikepacking Marokko – Auf den Spuren der Karawanen“ erzählt eine Reise im Rhythmus einer schönen, aber auch unbarmherzigen Landschaft – nah dran am Leben der Nomaden, für die Bewegung seit jeher Heimat bedeutet. Der Film erinnert daran, dass Wüsten und Berge keine Trennlinien ziehen, sondern Menschen miteinander verbinden. Und dass diejenigen, die sich ins Ungewisse wagen, unterwegs weit mehr finden als nur ihren Weg.
Wie sind die Aufnahmen entstanden?
Wie sind die Aufnahmen entstanden?
Wir haben die Reise durch Marokko selbst gefilmt. Mit zwei Kameras, mehreren Objektiven, einer Drohne und jeder Menge Technik im Gepäck haben wir die Landschaften, Begegnungen und Herausforderungen unserer Reise festgehalten. Dabei mussten wir immer wieder kreativ werden, um die besonderen Momente unserer Reise einzufangen.
Um uns beim Radfahren selbst zu filmen, haben wir die Kameras am Wegesrand aufgestellt und sind an ihnen vorbeigefahren. Neben Stativen wurden dabei auch Bäume, vorbeifahrende LKWs und Eselskarren zu improvisierten Kamerastativen. Manchmal haben wir Menschen am Straßenrand die Kamera in die Hand gedrückt, die mit genauso viel Freude Teil unserer Filmaufnahmen wurden.
Damit uns unterwegs nicht der Strom ausging, haben wir unsere Kameraakkus an Powerbanks geladen. So konnten wir auch fernab von Steckdosen filmen und unsere Reise dokumentieren.
Aus den Aufnahmen ist ein Dokumentarfilm entstanden, der uns mit auf die alten Karawanenrouten Marokkos nimmt: durch die Weite der Wüste, über die abgelegenen Pässe des Atlasgebirges und hinein in die Begegnungen mit den Menschen, die dieses Land prägen.
Gibt es eine Fortsetzung?
Ja. Wir wollen 2027 wieder losfahren und wissen auch schon wohin. Es wird kühl, grün und geht auch über Fjorde und Schnee. Seid gespannt, die Doku erscheint im Herbst 2027.