Moosaik Merzhausen

Raum für Wohnen, Arbeiten und Begegnung

Projektskizze

Konkret geplant ist ein Gebäude mit Wohn- und Gewerbenutzung in etwa gleichwertiger Aufteilung. Vorgesehen sind barrierefreie Wohnungen unterschiedlicher Größe für verschiedene Lebensphasen sowie flexibel nutzbare Gewerbeflächen für Handwerk, soziale und kulturelle Angebote. Ergänzt wird das Konzept durch gemeinschaftlich genutzte Flächen wie Gemeinschaftsräume sowie einen begrünten Außenbereich mit Dachgarten bzw. gemeinschaftlich nutzbarer Dachfläche.

Nachdem ich schon das Wohn- und Kulturprojekt Kirnhalden mirgrgründet habe, ist das Moosaik die Stadtvariante.

Werte und Vision

 

Unser Projektname „Moosaik“ ist eine Wortschöpfung aus den Begriffen Mosaik und Moos.

Ein Mosaik ist ein bewusst gestaltetes Ganzes aus vielen Einzelteilen: In unserem Projekt verstehen wir das gemeinsame Leben als Zusammenspiel von Vielfalt und Unterschiedlichkeit.

Moose gehören zu den ältesten heute lebenden Pflanzengruppen. Sie verdrängen keine gesunden Pflanzen, sondern nutzen Stellen, an denen andere Pflanzen schlechter wachsen. Kahle Flächen können sie als Pioniere für andere Pflanzen vorbereiten. In diesem Sinne verstehen wir unser Projekt als einen Beitrag zur Entwicklung eines bislang ungenutzten Ortes und zur Entfaltung seines Potenzials.

Der Projektname bringt damit unsere zentrale Idee zum Ausdruck: die Entwicklung eines lebendigen Ortes, der von Vielfalt geprägt ist und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet ist.

Wir wollen mehr schaffen als das "Schließen einer Baulücke"

In den Sauermatten 6A soll ein architektonisch ansprechend gestaltetes Gebäude mit begrünter Fassade entstehen, das Wohnen und Gewerbe verbindet. Wir wollen bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum schaffen, der auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt. Darüber hinaus setzen wir uns für ein lebendiges Miteinander im Quartier ein und schaffen einen Ort der Begegnung und Vernetzung.

Wo?

Das Grundstück gehört der Gemeinde Merzhausen. Wir befinden uns derzeit in den Verhandlungen über einen Erbbaurechtsvertrag. Das Grundstück wird also nicht gekauft, sondern uns von der Gemeinde im Rahmen eines Erbbaurechts zur Verfügung gestellt.

Ein Haus für viele Lebensentwürfe

Wir möchten bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum für unterschiedliche Lebensphasen und Wohnkonzepte schaffen. Geplant sind Wohnungen verschiedener Größen sowie flexibel nutzbare Gewerbeflächen für Büros, Kleinhandwerk, soziale und kulturelle Angebote oder Praxen. Aufgrund der Größe des Grundstücks und der vorhandenen Zufahrt sind die Möglichkeiten für handwerkliche Nutzungen dabei begrenzt.

Im Mittelpunkt steht das gemeinschaftliche Zusammenleben. Neben den privaten Wohnungen soll es Gemeinschaftsflächen und einen Dachgarten geben, die allen Bewohner:innen zur Verfügung stehen. Auch Ressourcen möchten wir teilen: Ein gemeinsamer Waschraum oder eine Werkstatt beispielsweise kann Flächen, Ausstattung und Kosten sparen, die sonst in jeder einzelnen Wohnung vorgehalten werden müssten.

Insgesamt möchten wir mit rund 35 Menschen, darunter auch Kindern, in dem Haus leben. Belebt wird es durch die Menschen, die dort wohnen und teilweise auch arbeiten, ebenso wie durch Menschen, die für ihre Arbeit oder andere Aktivitäten ins Haus kommen. So soll ein lebendiger Ort entstehen, an dem Wohnen, Arbeiten und gemeinschaftliches Leben miteinander verbunden sind.

Dem Immobilienmarkt entzogen

Für die rechtliche und wirtschaftliche Struktur orientieren wir uns am Modell des Mietshäuser Syndikats. Die Bewohner:innen und Gewerbetreibenden sind Mitglieder im Verein Moosaik e.V. Der Verein wird wiederum Gesellschafter der noch zu gründenden GmbH, die Eigentümerin des Hauses sein soll.

Die GmbH vermietet die Wohnungen und Gewerbeflächen. Verwaltung und Organisation des Hauses übernehmen wir als Projektgemeinschaft selbst.

Wir können uns darüber hinaus um eine Beteiligung des Mietshäuser Syndikats an der GmbH bewerben. Ziel der Struktur ist es, das Haus langfristig dem Immobilienmarkt zu entziehen und dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Das Haus soll nicht als Spekulationsobjekt weiterverkauft werden können.

Die Mieten sollen sich an den tatsächlichen Kosten orientieren. Sie sollen insbesondere den Erhalt und Betrieb des Hauses sowie die Rückzahlung der aufgenommenen Kredite ermöglichen. Mit dem Wohnraum soll kein Gewinn erwirtschaftet werden.

Finanzierung

Ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung sind Förderungen der L-Bank. Nach aktuellem Stand wird ein großer Teil des Wohnraums, möglicherweise sogar der gesamte Wohnraum, öffentlich gefördert und damit voraussichtlich an eine WBS-Berechtigung gebunden sein.

Eine weitere wichtige Säule sind sogenannte Direktkredite. Dabei handelt es sich um private Darlehen von Menschen, die das Projekt unterstützen möchten. Hier kann uns jeder weiterhelfen, der sich angesprochen fühlt. Sprecht uns einfach an.

Die Direktkredite stärken unsere Finanzierungsstruktur und können gegenüber Banken und Förderstellen als Teil der erforderlichen Eigenmittel bzw. Eigenkapitalbasis berücksichtigt werden. So können auch Menschen, die nicht selbst im Haus wohnen werden, dazu beitragen, dass das Projekt Wirklichkeit wird.